Tribute in Light…man sollte meinen in sechs Monaten beruhigt man sich wieder. Vielleicht nach einem tödlichen Unfall. Aber Bella…Bella ging oft zum Tribute in Light. Es war nur für gut einen Monat da. Und so wollte an sie denken. An sie alle. Doch natürlich hatte Bella auch von dem Gerücht Wind bekommen. Sie wollen neue Wolkenkratzer am ehemaligen platz des WTC erbauen. Bis sich das Glück von einst wiederholt. Doch sie merken es nicht. Sie stellen auf taub und ignorieren die fortwährende Gefahr. Als gäbe es so etwas Böses nur einmal und niemand sonst hätte so etwas Schreckliches begangen. Doch eigentlich wusste jeder, in New York und überall, dass es Menschen gab, die zu viel Schlimmeren fähig sind. Aber keiner will es glauben.
Viele Theorien waren kurz nach dem Terroranschlag aufgekommen. Bella hasste jede einzelne von ihnen. Denn von mal zu mal wurden sie schrecklicher. Am liebsten hätte Bella geschrieen, sie sollten doch alle ihre Klappe halten und einfach trauern. Nicht nur noch mehr Salz in die Wunden der betroffenen Überlebenden schütten.
„Bella..“, nahm sie Edwards raue, aber dennoch samtene Stimme hinter sich wahr. „Komm. Oder willst du lieber nicht…?“ Bella spürte seine warmen Hände auf ihren schmalen Schultern. „Doch. Doch, ich sehe es als meine Pflicht an.“ Bella drehte sich um und wurde von Edwards grünen Augen gefangenen genommen. Es gab keinen Weg seinem Blick zu entweichen.
„Ich auch. Vielleicht wäre es nie so.. hätte es nicht so für sie enden müssen, wenn ich als Letztes gegangen wäre.“ Panisch nahm Bella Edwards Gesicht in die Hände. „So was darfst du nicht denken!“, flüsterte sie eindringlich. Edward nickte langsam. Er nahm ihre Hände von seinem Gesicht, behielt sie aber in den seinen.
„Sie haben sie nie gefunden. Und jetzt wollen sie sie einfach wegschaffen oder was weiß ich, um einen neuen Scheiß-Wolkenkratzer zu erbauen!“, sagte Bella wütend. „Ja.“, stimmte Edward ihr verständnisvoll zu. „Aber lass uns jetzt gehen.“ Leicht zitternd, stumme tränen weinend klammerte Bella sich an Edwards Unterarm.
Die Wunden waren da. Und sie waren unheilbar und tief.
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