„Was war das?“, brüllte Alice laut und panisch, während sie sich an Jaspers Jackett klammerte. Das Krachen übertönte alles. Es kam eindeutig von draußen und war nicht im Gebäude. Dennoch schluchzte Alice panisch: „Das war bestimmt noch ein Flugzeug! Jetzt ist es vorbei!“ Jasper murmelte irgendwelche Worte in Alice’ kurzes Haar und strich ihr rhythmisch über den Rücken. Edward schlug seinen Kopf immer wieder hart an die Wand, als wollte er böse Stimmen in seinem Kopf, oder das Nerven zerreißende Geräusch draußen verdrängen wollen. Bella verstand das. Ihr ging es genau so. Denn nicht nur sie hatten dieses Leid. Jeder über dem Flugzeug hatte sehr niedrige Überlebenschancen. Edward schien sich zu besinnen und wandte sich an Bella, sie war die einzige Ansprechpartnerin, denn Alice weinte ununterbrochen und Jasper schien Alice ernsthaft Trost spenden zu wollen. „Bella, könnten wir noch einmal versuchen Empfang zu kriegen? Gehst du auf meine Schultern?“, fragte er sie. Bella sah ihn an und erkannt ein hoffnungsvolles Funkeln in seinen Augen, was sie wohl alle haben mussten, vielleicht aber auch nur versteckt. „Klar“, meinte Bella bemüht ruhig und ging auf Edward zu. Er ging in die Knie und reichte ihr sein Handy. „Okay…“, stieß Bella angespannt hervor und suchte nach Empfang. „…09:59 Uhr…Südturm…vor Nordturm eingestürzt…Wettlauf mit der Zeit...Feuerwehr…“, erklang die abgehackte Stimme es Sprechers aus dem Handy. „Edward, geh ein Stück mehr in die Ecke!“, kommandierte Bella streng. Edward gehorchte, sie waren alle aufgescheucht. „Die Frage, die sich nun alle stellen ist: Wie viel Zeit bleibt Tower 1 noch?“ Bella ließ das Handy los und es fiel laut zu Boden. Der Akku fiel heraus, aber das war allen egal. Alice war nicht mehr auf zu halten, alles Flüssige strömte über ihr Gesicht. Edward hob Bella von seinen Schultern und drückte sie and sich. Sie spürte seine feuchten Wangen auf ihrer Kopfhaut. Auch er hatte leise Tränen vergossen und tat es womöglich immer noch. Langsam entferne Edward sich. Minuten waren vergangen. „Wenigsten sind wir hier nicht allein.“, meinte er missmutig und ging ein paar Schritte zurück, bis er wieder de kühle Wand an seinem Rücken spüren konnte. „Edward…Sie werden uns nicht finden, oder? Die Wahrscheinlichkeit ist zu niedrig. Wir…“, Bella wurde erneut unterbrochen. Etwas ist laut. Alle sahen hoch, durch die immer noch geöffnete Luke. Doch da war es schon zu spät. Die letzen Kabel und eile hatten sich losgerissen und sie stürzten hinab. Jeder kreischte, jeder hatte Angst. Doch die Schwerkraft hielt sie noch seicht am Boden. Und sie hielten sich untereinander fest. Jasper und Alice und Edward und Bella. Ella war froh, ihn zu haben. Nur diesen Moment. Jemand, der sie wirklich zu verstehen schien und ihre Handlungen verstand. Auch wenn sie sterben würden. Sie würden nicht allein sein.
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